Was bedeuten AP, EA und HC bei Kunst?

Unterschiede zwischen AP, EA und HC

Wer eine limitierte Grafik kauft, entdeckt neben der Signatur häufig eine Nummer wie 25/100. Manchmal stehen dort jedoch Kürzel wie AP, EA oder HC. Doch was bedeuten diese Bezeichnungen eigentlich? In Teil 4 unseres HG Art Kunstwissens erklären wir dir die wichtigsten Begriffe rund um AP, EA und HC bei Kunst.

Was bedeutet AP bei einer Grafik?

AP steht für „Artist’s Proof“, auf Deutsch Künstlerexemplar. Diese Exemplare werden zusätzlich zur regulären nummerierten Auflage hergestellt und waren ursprünglich für den Künstler selbst bestimmt.

Bei einer Edition von 100 Exemplaren können beispielsweise zusätzliche AP-Exemplare existieren. Häufig werden diese als AP 1/10, AP 2/10 und so weiter nummeriert.

Künstlerexemplare sind grundsätzlich keine „besseren“ Drucke als die reguläre Edition. Aufgrund ihrer geringeren Anzahl können sie für Sammler jedoch besonders interessant sein.

Was bedeutet EA?

EA steht für „Épreuve d’Artiste“ und ist im Wesentlichen die französische Bezeichnung für Artist’s Proof. Auch hierbei handelt es sich um Künstlerexemplare außerhalb der regulären Auflage.

Ob auf einem Werk AP oder EA steht, hängt häufig vom Künstler, Herausgeber oder Entstehungsort der Edition ab.

Was bedeutet HC bei Kunst?

HC bedeutet „Hors Commerce“, also „nicht für den Handel bestimmt“. Solche Exemplare wurden ursprünglich beispielsweise für Künstler, Verleger, Ausstellungen oder Präsentationszwecke vorgesehen.

Auch HC-Exemplare können später auf den Kunstmarkt gelangen und von Sammlern gesucht werden.

Sind AP, EA oder HC wertvoller?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein AP ist nicht automatisch wertvoller als beispielsweise 25/100 aus derselben Edition.

Entscheidend sind vielmehr Künstler, Motiv, Auflage, Zustand, Provenienz und Nachfrage. Bei bestimmten Künstlern und Editionen können seltene Künstler- oder Sonderexemplare allerdings einen Aufpreis erzielen.

AP, EA und HC bei Kunst – unser Fazit

Die Kürzel AP, EA und HC bei Kunst geben wichtige Informationen darüber, wo ein Exemplar innerhalb einer Edition einzuordnen ist. Sie sind jedoch kein Qualitätsurteil.

Wenn du eine limitierte Grafik kaufst, lohnt sich deshalb immer ein genauer Blick auf Signatur, Nummerierung, Auflagenhöhe, Zustand und Provenienz.

HG Art Kunstwissen: Jede Woche erklären wir dir Begriffe, Techniken und Hintergründe aus der Welt der Kunst und des Sammelns.